Discos

Sentimentaler Ritter

Johannes Mundry
Wilhelm Kienzl: Don Quixote op. 50. Eine musikalische Tragikomödie in drei Akten. Thomas Mohr (Don Quixote), Michelle Breedt (Mercedes), James Wagner (Sancho Pansa), Celina Lindsley (Herzogin), Hans Aschenbach (Herzog), Matthias Henneberg (Carrasco) u. a. Rundfunkchor Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Leitung: Gustav Kuhn. DeutschlandRadio/cpo 999873-2.

Lang ist die Liste der Opern, die den Ritter von der traurigen Gestalt zum Gegenstand haben. Und keine hat es auch nur annähernd in die Nähe des heutigen Repertoires gebacht. Da macht auch Wilhelm Kienzls „Don Quixote“, 1898 an der Berliner Hofoper uraufgeführt, keine Ausnahme. Nach wenigen Inszenierungen und einer mehr als 60 Jahre währenden Pause wagte sich hundert Jahre nach der Uraufführung 1998 Gustav Kuhn mit dem Rundfunkchor Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin an diese seltsame Opernrarität, dies freilich in einer konzertanten, immerhin aber ungekürzten Aufführung.So richtig heiter freilich wird das Ganze nie. Zwar meistersingert es hie und da ganz beträchtlich, doch ist dem Komponisten (und nicht selten holpernden Textdichter) der Griff in den Topf mit der sentimentalen Tünche besonders im Schlussakt viel üppiger…

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